90 Bilder vom Jahr 2000 bis 2005. Wird ergänzt. Neuere Fotos sind mit Datum

mauswand

Papadeckel, Papadeckel, Bierbüchsen, Klopapier, Plastikbecher ...

Wenn man dieser Tage mit offenen Augen durch unsere Landschaft fährt, muß man sich Gedanken machen, ob das Müllkonzept überhaupt noch sinnvoll ist. An jedem Straßenrand findet man Papierfetzen, Bier- und Limodosen, Flaschen, MC Donalds-Packungen, Plastiktüten und diverses andere. Obwohl es auch sehr viele Publikationen über Müllentsorgung gibt, verwechseln viele Wald und Wiesen als Deponie. Dabei sind die Möglichkeiten in unserem Landkreis doch hervorragend. Der Weg in den Wald bei Nacht und Nebel ist sicher umständlicher als der Ruf nach der Sperrmüllabfuhr. Auch diese Unsitte, im Fahrzeug Freß- und Sauforgien abzuhalten, um anschließend im Kollektiv, den Abfall aus dem Fenster zu werfen, scheint zum Sport zu werden. Wo eine Büchse liegt, ist eine zweite nicht weit. Aber auch die bürgernahen Entsorgungsinseln werden zum Müllhaufen degradiert. Ist es Charakterschwäche, Gedankenlosigkeit oder ganz einfache Menschenverachtung, daß man an diesen Plätzen seinen „Restmüll" vor, neben und in den Behältern deponiert? Welche Mühe, alles erst von Zuhause mitzubringen, um es dann heimlich wie ein Dieb, abzulegen.

Die Gruppe „Narrenschaukel" hat die Folgen treffend erkannt und in einem Lied mit dem vielsagendem Text „Papadeckel, Papadeckel, Bierbüchsen, Klopapier, Plastikbecher . . ." schon mehrmals versucht eine Mahnung zu setzen. Aber die es angeht, scheinen keine Kultur zu haben oder zu kennen, sonst würde unsere Umwelt nicht so verschandelt. Die Natur rächt sich. Und wieder werden (Gottseidank) andersdenkende Bürger und Vereine, alles, unter dem wahrscheinlich verstecktem Lachen „Schau mal, die depperten Umweltheinis", der Umweltsünder, beseitigen. Im Endeffekt zahlen wir die Rechnung doch alle, früher oder später. Aber warum schon so bald

Bierblumen eröffnen den Frühling und Müll beerdigt den Sommer und das Vergnügen